Um die Tiere sauber und stressfrei zu erlegen muss es geschossen werden. Dabei bevorzugt der Jäger beim Rehwild einen Schulterblattschuss während wir im Gehege beim Damwild den Kopfschuss bevorzugen. Durch den Kopfschuss wird das Schulterfleisch nicht zerstört und kann als Bratenstück verwendet werden. Nach dem Schuss wird der Hirsch an den Hinterläufen aufgehängt damit er vollständig ausbluten kann.
Zuerst wird das Damwild "aus der Decke geschlagen". Das wird vorzugsweise mit geringem Einsatz eines Messers gemacht. Das Fell sollte wenn möglich mit den Fingern oder Fäusten vom Körper entfernt werden.  Der Schlachtkörper ist bei uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgebrochen, damit die Haare nicht in das Innere des Damwilds kommt.
 

ist die Decke sowie Läufe und Kopf entfernt wird der Schlachtkörper ausgenommen. Nun kommt das Wild in den Kühlraum und sein Fleisch kann dort etwa 5 Tage reifen.

Bevor das Damwild zerlegt wird, müssen Krankheiten vom Tierarzt ausgeschlossen werden. Hierzu werden Herz, Lunge, Leber und Nieren begutachtet und untersucht. Ist das Tier gesund, und somit auch das Fleisch zum Verzehr geeignet wird die Fleischbeschau mit dem Stempel abgeschlossen.

 
 

Beim Zerlegen muss auf sorgfältige Brateneinteilung geachtet werden. Die einzelnen Bratenstücke sind vacuumiert gut zu lagern und das Fleisch reift im ungefrorenen Zustand weiter.

Für das Schießen, Schlachten und Zerlegen mussten Lehrgänge gemacht werden um alles vorschriftsmäßig und sauber zu erledigen. Auch für den Umgang mit dem Fleisch, das nun als Lebensmittel gilt und dessen Verkauf muss eine Hygiene-Belehrung gemacht werden.
 Damhirschfleisch und Wurstwaren zeichnen sich aus durch wenig Fett, viel Eiweiß, viele Vitamine und seinen besonderen Geschmack. Alle Fleisch- und Wurstwaren werden hier direkt ab Hof vermarktet.